書  名:Drei kleinere Sangspruchdichter mittel-bzw. niederdeutscher Herkunft in der Jenaer Liederhandschrift: Gervelin, Der Guter und Reinolt von der Lippe

ISBN:9789865955267

作  者: 姚紹基

出 版 社:天空數位

出 版 日 期:2013/3/8

紙 本 書:NT$ 320 元

折扣:9折

優惠價:NT$ 288 元

電 子 書: 7折

252

Drei kleinere Sangspruchdichter mittel-bzw. niederdeutscher Herkunft in der Jenaer Liederhandschrift: Gervelin, Der Guter und Reinolt von der Lippe

In der vorliegenden Arbeit werden Sangsprüche dreier Dichter mittel- bzw. niederdeutscher Herkunft, die ausschließlich in der Jenaer Liederhandschrift vertreten sind, neu ediert, kommentiert und mit einer neuhochdeutschen Übertragung versehen, um das Defizit im Bereich der Edition und der Kommentierung der Sangspruchforschung zu verkleinern. Brunner und Tervooren wiesen in der Einleitung eines ZfdPh-Sonderheftes (2000), in dem es um neue Forschungen zur mittelhochdeutschen Sangspruchforschung geht, ausdrücklich darauf hin, dass es wünschenswert sei, „dass in absehbarer Zeit alle Spruchdichter, für die man noch auf von der Hagens ‚Minnesinger‘ angewiesen ist, in Neueditionen zur Verfügung stehen“ (S. 2). Im Jahre 2007 wiederholte Janota diese Forschungsaufgabe zum Abschluss des monumentalen Nachschlagwerks der Sangsprüche und Meisterlieder (RSM 1986-2006): „Den bislang vorherrschenden Typ der überlieferungsorientierten Autorenedition wird man vor allem bei den Sangspruchdichtern, für die wir teilweise noch auf eine Sammelausgabe aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zurrückgreifen müssen, […] favorisieren“ (S. 6). Diese Aufforderungen belegen die wissenschaftliche Relevanz der vorliegenden Arbeit. Denn die drei ausgewählten Spruchdichter, Gervelin, der Guter und Reinolt von der Lippe, sind gerade solche, die seit der Ausgabe von der Hagens (1838) in der Forschung kaum beachtet wurden. Auch wenn die unter ihren Namen überlieferten Textkorpora nicht von beträchtlichem Ausmaß sind, repräsentieren sie doch einen Teil der Gattungsgeschichte. Um den literarischen Wert solcher Minimi zu illustrieren, seien folgende Worte von Bein (2001) zitiert:

„Es soll Praxis der Literaturwissenschaft und -geschichtsschreibung sein, auch den kleinen, scheinbar unbedeutenden Dichtern ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit zu widmen. Sie nur aus der Perspektive der Höhenkamm-Literatur wahrzunehmen, wird weder ihnen und ihren Texten gerecht noch der Aufgabe der Literaturwissenschaft, Literatur als kulturelles und soziales Phänomen mit all seinen Bedingtheiten und Wirkungen zu analysieren, zu beschreiben und zu ‚verstehen‘“.[1]

Über die Handschrift[2]

Die Jenaer Liederhandschrift, Thüringische Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) Jena, Ms. El. f. 101 (im folgenden J), ist in beachtlichem Großformat (ca. 56 x 41 cm) aus Pergament angefertigt, zweispaltig beschrieben. Der Schriftspiegel beträgt 38 x 30 cm. Am unteren Rand befinden sich gelegentlich Nachträge. Der Grundstock dürfte um 1330 entstanden sein.[3] Heute umfasst die Handschrift 133 Blätter. Anfang und Ende sowie einige – schätzungsweis 14 – Blätter im Inneren fehlen. Ein Blatt (Studienbibliothek Dillingen XV Fragm. 19) wurde 1917 wieder entdeckt.[4]

Die Frage nach dem Entstehungsort der Handschrift ist bisher nicht definitiv geklärt. Da über die Geschichte der Handschrift vor dem 16. Jahrhundert so gut wie nichts bekannt ist, lässt sich ihre Herkunft nur anhand sprachlicher Analysen näher bestimmen. In der ersten eingehenden Untersuchung zur Sprache von J kam Bartsch (1923, S. 4-93) zu dem Schluss, dass die Schreibsprache ein „auf niederdeutschem Boden erwachsenes Schriftmitteldeutsch“ sei (ebd., S. 92). Der Befund dieses Mitteldeutschen mit niederdeutschen Zügen wird bei Klein (1987, S. 73) und Kornrumpf (1990, S. 94) bestätigt. Czajkowski (2010, S. 35-38) fasste alle Forschungsergebnisse dazu zusammen und beschränkte die Schreibtätigkeit auf das „Gebiet des niederdeutsch-ostmitteldeutschen Interferenzraums“, also das Grenzgebiet, „wo das Mitteldeutsche das Niederdeutsche zurückgedrängt habe“.[5]

Abgesehen von dem anonymen Fragment im Ton des Leichs Walthers von der Vogelweide und den Strophen des ‚Wartburgkriegs‘, sind in J 28 Korpora namhafter Sangspruchdichter des 13. und frühen 14. Jahrhunderts überliefert, die nach Tonautoren und Tönen angeordnet sind. Für die Gattung von Bedeutung ist vor allem die Notenaufzeichnung (Siehe Abb. 1). Mit den 89 erhaltenen Melodien liegen erstmals musikalische Zeugnisse zur Sangspruchdichtung in großer Anzahl vor.

Die folgende Liste soll einen Überblick darüber geben, wo die in dieser Ausgabe zu behandelnden Dichterkorpora (schattiert) in der Handschrift platziert sind:

*  fol. 1 verloren

*  2ra Schluss eines Leichs (Kontrafraktur von Walthers Leich)

*  2ra-7rb Meister Stolle / Der Hardegger[6]

*  7rb-vb Der Tugendhafte Schreiber

*  7vb-16va Bruder Werner

*  16va-20va Meister Kelin

*  20va-21vb Meister Zilies von Seine

*  21vb-28rb Meister Alexander (Der Wilde Alexander)

*  28rb-29ra Rubin und Rüdeger / Meyster Rudinger

*  29ra-30ra Spervogel

*  30ra-31rb Höllefeuer

*  31rb-31vb Meister Gervelin

*  fol. 32-33 fehlen

*  34ra-35vb Fegfeuer

*  35vb-36va Der Urenheimer

*  36va-38rb Der Henneberger

*  38rb-39ra Der Guter (Teil 1)

*  39rb-42ra Der Unverzagte

*  42ra-42vb Der Litschauer

*  42vb-43vb Der Tannhäuser: 'Das Bußlied'

*  43vb-44va Meister Singuf

*  44va-45ra Der Guter (Teil 2)

*  45rb-46va Reinolt von der Lippe

*  46vb-47rb Der Goldener

*  47va-62vb Meister Rumelant (von Sachsen)[7]

*  62vb-63rb Rumelant von Schwaben

*  63va-72vb Meister Friedrich von Sonnenburg

*  72vb-80vb Wizlav

*  81ra-101rb Der Meißner

*  101rb-102vb Meister Konrad von Würzburg

*  103ra-111va Heinrich von Meißen (Frauenlob)

*  111va-113vb Meister Boppe

*  113vb-123vb Hermann Damen

*  123vb-136vb Der Wartburgkrieg

Die Handschrift wurde 2007 anlässlich einer umfassenden Restauration volldigitalisiert. Die farbige Reproduktion in hoher Auflösung steht nun im Internet unter der folgenden URL kostenfrei zur Verfügung:

http://www.urmel-dl.de/Projekt/JenaerLiederhandschrift.html

Dies ermöglicht allen Interessenten, ja sogar denen aus dem Ausland, direkte Zugriffe auf die Handschrift.

Stand der Editionsarbeit an den Dichterkorpora in J

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit J hat eine lange Geschichte, die ins 18. Jahrhundert zurückreicht.[8] Im Gegensatz zu dem damals noch namhafteren Codex Manesse (Große Heidelberger Liederhandschrift, Universitätsbibliothek Heidelberg cpg 848, im folgenden C) wurden das Forschungsinteresse an J erst später wach. Jacob Grimm forderte 1811 zur wissenschaftlichen – d. h. kritischen – Ausgabe der Handschrift auf.[9] Von der Hagen setzte 1838 mit seiner voluminösen Sammlung ‚Minnesinger‘, in der auch alle in J vertretenen Dichterkorpora abgedruckt sind, einen Markstein der Editionsgeschichte. Doch sind die Texte in dieser Ausgabe nicht hinreichend kritisch behandelt – sie wurden noch nicht einmal mit Lesarten versehen und nur dürftig kommentiert. Trotz aller Kritik[10] ist das besondere Verdienst dieser Mammutsammlung dennoch nicht zu leugnen. „Nicht wenige Autoren der ›Jenaer Liederhandschrift‹ wurden bis weit ins 20. Jahrhundert hinein nach von der Hagens ›Minnesinger‹ zitiert, für einige wenige gilt das noch heute“.[11]

Nach von der Hagens Ausgabe wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sporadisch einige editorische Beiträge der in J vertretenen Dichter veröffentlicht.[12] Diese sind meistens am Lachmannschen Editionsprinzip orientiert und gerieten, sobald eine Neubearbeitung vorlag, in Vergessenheit. Erst gegen Ende des Jahrhunderts ging die Editionsarbeit mit J wieder besser voran. So erschien 1896 eine Lichtdruckausgabe der Handschrift unter Betreuung von Karl Konrad Müller. 1901 gab Georg Holz einen diplomatischen Abdruck der Handschrift heraus. Dazu erschienen eine Melodieübertragung und Studien zur Rhythmik und Melodie (Bd. II von Eduard Bernoulli und Franz Saran). Zusammen mit von der Hagens Sammlung schufen diese Bemühungen günstige Voraussetzungen für weitere editorische Arbeiten.

Seit dem Ende der 60er Jahre letzten Jahrhunderts wurden mehrere editorische Arbeiten herausgebracht, in denen Dichterkorpora von J erneut, in modern(er)er Vorgehensweise behandelt sind. Ein Überblick über die Editionsbeiträge bis zu den 1990er Jahren ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Dichter

Herausgeber

Wizlav (von Rügen)

Sabine Werg (1969)[13]

Kelin / Fegfeuer

Wolfgang von Wangenheim (1972)

Der Meißner

Georg Objartel (1977)[14]

Friedrich von Sonnenburg

Achim Masser (1979)[15]

Frauenlob

Karl Stackmann / Karl Bertau (1981)[16]

Spervogel

Des Minnesangs Frühling (38. Aufl., 1988)[17]

 

Mit der Erschließung des RSM 1986-2009, das mittlerweile ein unentbehrliches Hilfsmittel für die Sangspruchforschung darstellt, steht die Editionsarbeit der in J überlieferten Dichterkorpora unter noch günstigeren Bedingungen. Seit dem Ende der 1990er Jahre erscheinen Neueditionen in einem anderen wissenschaftlichen Stil. So hat Heidrun Alex 1998 die Ausgabe eines Dichterkomplexes namens Boppe[18] herausgebracht. Seit ihrer Arbeit ist eine kritische Ausgabe im Bereich der Sangspruchdichtung fast immer – abgesehen von Zapfs ‚Stolle-Edition‘ (s. u.) – mit Übersetzungen versehen. Die Strophen des norddeutschen Dichters Hermann Damen[19] gab Bleck ebenfalls im Jahr 1998 heraus. Esther Collmann-Weiß edierte 2005 fünf ‚kleinere‘ Dichter, davon vier in J vertretene, nämlich Höllefeuer, den Litschauer, Singauf und den Unverzagten, nach dem Muster der Boppe-Ausgabe von Alex. 2010 bearbeitete Volker Zapf Strophen, die in dem Meister Stolle[20] zugeschriebenen Ton der Alment gedichtet sind. Im darauffolgenden Jahr erschien Holger Runows Arbeit der Rumelant-Edition. Eine Augsburger Dissertation, in der das Gesamtwerk des Bruder Wernher nach der bisher maßgebenden Ausgabe Anton Schönbachs mit eingehendem Kommentar (1904/05)[21] neu bearbeitet wird, ist auf dem Weg zur Veröffentlichung.[22] Damit sind die meisten in J mit größeren Oeuvres vertretenen Dichter erneut bearbeitet.

Anders sieht es bei den Dichterkorpora bescheidenen Umfangs aus. Trotz aller Bemühungen gibt es bis heute Autoren- bzw. Textkorpora in J, für deren Gesamtausgabe – wie schon mehrfach angedeutet (s.o.) – man weiterhin auf von der Hagens ‚Minnesinger‘ (1838) angewiesen ist. Betroffen sind vor allem 15 kleinere Dichterkorpora, die ausschließlich in J tradiert sind. Diese Unika seien hier in handschriftlicher Reihenfolge genannt: Zilies von Sayn (7 Strr.), Robin (2 Strr.), Meister Rudinger (3 Strr.), Höllefeuer (6 Strr.), Gervelin (4 Strr.), der Urenheimer (3 Strr.), der Henneberger (11 Strr.), der Guter (11 Strr.), der Unverzagte (22 Strr.), Reinolt von der Lippe (6 Strr.), der Goldener (5 Strr.), Rumelant von Schwaben (4 Strr.), Wizlav (46 Strr.) und Hermann Damen (39 Strr.).[23] „Wäre J nicht erhalten, so wüßten wir von kaum einem dieser Dichter auch nur den Namen.“[24] Abgesehen von den letzten beiden, ist das erhalten gebliebene Textkorpus dieser Spruchdichter recht schmal. Sie werden in der Forschung oft mit dem Attribut „klein“ oder „kleiner“ diminutiv bezeichnet, was sich vor allem auf den Umfang des Gesamtwerks bezogen. Allerdings „wird es nicht immer ohne weiteres möglich sein, vom Umfang des Überlieferten her auf die tatsächliche Produktivität der einzelnen Dichter zu schließen“.[25] Anhand des fragmentarischen Korpus Gervelins liegt ein konkretes Beispiel vor (siehe unten). Diese ‚kleineren‘ Dichter stellen in der Forschung nur sporadisch einen Untersuchungsgegenstand dar.

Einen Teil dieser Forschungslücke schloss Collmann-Weiß – wie schon erwähnt – 2005 mit ihrer Arbeit (s.o.). Bei folgenden Dichterkorpora bleibt das Desiderat einer Neubearbeitung weiterhin bestehen: Die sieben Strophen des Zilies von Zayn hat Adolf Bach 1930 in einer Arbeit abgedruckt, die aber eigentlich nicht einem textkritischen Zweck dient.[26] Der Goldener und der Guter sind zwar in der vierbändigen Anthrologie von Thomas Cramer vertreten, doch ein Kommentar steht noch aus. Die Strophen Rumelants von Schwaben und des Hennenberger wurden vollständig bei Moser/Müller-Blattau aufgenommen und sind dort aber ebenfalls nicht kommentiert. Seit von der Hagen völlig unbeachtet bleiben fünf Dichterkorpora: Robin, Rudinger, Gervelin, der Urenheimer, Reinolt von der Lippe. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, diese Lücke in der Sangspruchforschung abermals zu verkleinern, indem drei Dichter mittel- bzw. niederdeutscher Herkunft ausgewählt und neu bearbeitet werden.

Editionseinrichtung

Zur Textgestaltung

Sämtliche Texte wurden anhand der digitalisierten Handschrift unter Berücksichtigung des diplomatischen Abdrucks von Holz (siehe die Angabe im Literaturverzeichnis) sowie aller früheren Ausgaben ediert. Die drei Dichterkorpora sind in der vorliegenden Edition der handschriftlichen Reihenfolge nach angeordnet. Jedes Kapitel beginnt mit einer Information über den Dichter, die Überlieferungslage und den Forschungsstand sowie die früheren Herausgeber.[27] In einem zweiten Teil wird der Ton beschrieben. Je nach der Zusammengehörigkeit der Strophen in einem Ton wird ein kurzer Überblick über den Inhalt gegeben, um die Gedankenführung bei der Zusammensetzung erkennbar zu machen. Zum Hauptteil gehören neben dem Editionstext ein Stellenkommentar und eine neuhochdeutsche Übersetzung.

Der Text wird mit einem zweiteiligen Lesartenapparat versehen: Im Handschriftenapparat werden alle textkritisch relevanten Varianten verzeichnet sowie Nachträge, Tilgungen und Korrekturen des Schreibers angegeben. Der Herausgeberapparat informiert über Abweichungen früherer Ausgaben. Berücksichtigt werden nur Editionen mit textkritischer Relevanz. Rein orthographische sowie metrisch bedingte Abweichungen werden nicht aufgenommen.

Abkürzungen der früheren Herausgeber mit kurzer Angabe:

  • Ba/Go = Bartsch/Golthar, Deutsche Liederdichter des 12. bis 14. Jhds.
  • Boor = de Boor, Texte und Zeugnisse. Bd. I/1
  • Cramer = Cramer, Kleinere Liederdichter des 14. und 15. Jhds. 4 Bde.
  • Hö/Ki = Höver/Kiepe, Epochen der deutschen Lyrik. Bd. 1
  • HMS = von der Hagen, Minnesinger
  • Mo/Mü = Moser/Müller-Blattau, Deutsche Lieder des Mittelalters
  • WKL = Wackernagel, Kirchenlieder

 

Da alle drei Dichterkorpora nicht umfangreich sind, übernehme ich die Siglen des RSM, anstatt die Strophen durchzunummerieren. Eine Sigle informiert erstens über den Dichternamen in abgekürzter Form, zweitens über den Ton – diese Angabe fehlt, wenn von einem Dichter nur ein einziger Ton überliefert ist – und drittens über die handschriftliche Zählung in einem Tonkorpus. So steht z.B. Gut/2/2 für die zweite Strophe im Ton II Guters. Hinter der Sigle befindet sich in Klammern die Folienangabe der Handschrift.

In der vorliegenden Ausgabe sind alle Töne sind in Kanzonenform verfasst. Verifizieren lässt sich eine Kanzone erst durch die Melodieaufzeichnung. Doch in den beiden Fällen, Gut/2 und RntLip/2 (Siehe Abb. 2), wo die Melodie nicht erhalten ist, kann man anhand des Tonschemas ziemlich sicher auch von einer Kanzone sprechen. Eine Kanzonenform ist dreiteilig: Zwei Stollen, die sich metrisch-musikalisch wiederholen, bilden den Aufgesang; der dritte Bestandteil nennt sich Abgesang, der in der Regel mehr Verse als ein Stollen enthält. Um diesen stolligen Bau hervorzuheben, werden in der Edition die Anfangszeilen der jeweiligen Bestandteile vorgerückt, die zusätzlich mit größerem Abstand auseinander gehalten werden. Die Initialen und die Majuskeln, die in der Handschrift den musikalischen Aufbau einer Strophe erkennbar machen, werden in Fettdruck wiedergegeben.

Zu Melodien und Tonschemata

Sangsprüche wurden zum Vortrag mit Singstimme geschaffen. Von musikalischer Begleitung kann man ausgehen – über Ausführungssituationen sind wir leider nur knapp informiert. Mittelalterliche lyrische Kunst ist auch eine Formkunst. Daher ist es wichtig, über das Textverständnis hinaus Rhythmik und Melodik zu berücksichtigen. Im folgenden wird der Aufbau der Tonschemata erläutert.

Um den dreiteiligen Bau der Kanzone hervorzuheben, werden die Tonschemata dreispaltig dargestellt, wobei in den ersten beiden Spalten die beiden Anfangsstollen und in der letzten der Abgesang eingetragen wird. Falls es sich bei einem Ton um eine Da-Capo-Form handelt – der Abgesang besteht in diesem Fall aus einem Steg und einem dritten Stollen – wird der Steg im Tonschema eigens angegeben, damit die Struktur deutlicher wird.

Die Zahlen stehen für Hebungen in einem normalerweise alternierenden Vers und die Buchstaben für Reime. Reimlose Verse (Waisen) sind durch x gekennzeichnet. Falls ein Vers mit einer unbetonten Silbe endet, spricht man von einer weiblichen Kadenz. Sie wird dann mit einem Hochkomma markiert. So steht z.B. 4’a für einen vierhebigen Vers im ersten Reim mit weiblicher Kadenz.

Editionsrichtlinien

Da es sich bei allen drei Dichterkorpora um unikale Überlieferung handelt, erübrigt sich die Berufung auf das Leithandschriftenprinzip. Im Prinzip werden die Texte der Handschrift getreu wiedergegeben. Es wird also nicht angestrebt, ein vereinheitlichtes normalisiertes Mittelhochdeutsch herzustellen, wie es im 19. Jahrhundert geschaffen wurde, das es in der literarisch-sprachgeschichtlichen Realität des deutschen Mittelalters aber nie gab. „Weder im Bereich des Althochdeutschen noch des Frühmittelhochdeutschen und des Frühneuhochdeutschen hat die Forschung jemals normalisiert.“[28] Eine mittelhochdeutsche Normalisierung soll außerdem gerade in der vorliegenden Edition vermieden werden, weil die Schreibsprache der J stark von mittel- bzw. niederdeutschen Mundarten eingefärbt ist (siehe oben über die Hs.).

Doch anders als ein rein diplomatischer Abdruck werden Texte gemäß ihrer metrischen Form und ihres Strophenbaus abgesetzt (siehe oben zur Textgestaltung) und mit moderner Interpunktion versehen. Abbreviaturen (die in J selten vorkommen) werden aufgelöst. Um eine zutreffende rhythmische Lesung der Verse zu fördern, werden Zirkumflexe, die die langen Vokale (â, ê, î, ô, û) kennzeichnen, und Elisonspunkte ( bzw.) eingeführt, die die beim Lesen bzw. Singen zu unterdrückenden Vokale durch Unterpungierung erkennbar machen.[29]

Eingriffe werden nur an den Stellen unternommen, bei denen es sich offensichtlich um einen Fehler in der Handschrift handelt. Diese werden im Editionstext kursiviert wiedergegeben, wobei nicht nur die geänderten Buchstaben, sondern, um der Deutlichkeit willen, das ganze Wort bzw. die ganze geänderte Textstelle kursiviert werden. Konjekturen und Emendationen werden im Lesartenapparat erläutert.

Folgende graphische Eingriffe wurden unternommen – sie werden hier einmal beschrieben und in der Textedition stillschweigend durchgeführt:

  • v› und ‹u› sowie ‹i› und ‹j› werden nach dem jeweiligen Lautwert vereinheitlicht, wobei ‹y› je nach der Lautumgebung in ein kurzes ‹i› oder ein langes ‹î› umgewandelt wird.
  • Der Anfangsbuchstaben von Personen- oder Ortsnamen im substantivischen Gebrauch werden großgeschrieben.
  • Oft erscheinen in J Verbalpräfixe vom Wortstamm getrennt, wie z.B. ir kennet (Gerv/1, v. 5). Sie werden im Editionstext zusammengeschrieben. Dasselbe gilt für Adjektive, deren Suffix vom Wortstamm getrennt dargestellt ist, wie z.B. tugendenrîchen (Gerv/3, v. 7). Bestandteile eines Kompositums, die in der Hs. getrennt geschrieben sind, wie z.B. vrideschilt (Gerv/2, v. 3), werden ebenfalls zusammengeschrieben. Im Gegensatz dazu wird bei dem Verneinungspartikel ne kein Eingriff unternommen (z.B. Gut/1/1, v. 6). (Runow § 8)

 

Folgende lautliche bzw. grammatische Merkmale, die auf mittel- bzw. niederdeutsche Eigenarten der Handschrift hinweisen,[30] weichen von dem sog. normalisierten Mittelhochdeutschen ab. Sie sollen hier mit Erläuterungen vermerkt und im Editonstext handschriftgetreu wiedergegeben werden:

I. Vokale

  • Die md. Senkung /i/ > /e/ vor ‹l› ist belegt. Siehe Mhd. Gr. §L 26 (vgl. auch Runow §12, Anm. 3 und 4). So wird z.B. mhd. hilfe in der Hs. vorwiegend, aber nicht regelmäßig, helf(e) geschrieben (mehrfach in RntLip/1/3). Dies gilt sowohl für den substantivischen Gebrauch wie auch für den Gebrauch als Imperativ Singular (siehe ebd.).
  • Die Senkung /u/ > /o/ (Mhd. Gr. §L 26) kommt nur gelegentlich vor, z.B. dorste (RntLip/3, v. 12).
  • Mhd. ‹iu›, /ü:/ ausgesprochen, erscheint in Hs. überwiegend als ‹û›, so im Md. üblich, z.B. trûwe (Gut/2/2, v. 3); rûwen (RntLip/3, v. 26). Siehe Mhd. Gr. § E34, 8 und L §44. Vgl auch Runow § 22.
  • Supraskripta ‹G› bzw. ‹N› beinhalten in J verschiedene Lautwerte (vgl. Runow §26 und §28). In meiner Edition wird ‹N› auch als ‹G› wiedergegeben:
  1. Das mhd. Präfix ver- (andere Schreibvarianten sieh Lexer) erscheint – md. bzw. nd. geprägt – in J durchgehend als vGr- (Siehe Mhd. Gr. § E 42, 2) und wird oft vom Verbstamm getrennt geschrieben.
  2. Für die Präpostionen vor bzw. vür tritt immer vGr auf, z.B. Gut/1/1, vv. 1, 3, 5, 7 (entspricht ‚vor‘) und Gut/2/3, v. 7 (entspricht ‚für‘).
  3. Das Supraskriptum vetritt oft den mhd. Diphthong /uo/ (vgl. Mhd. Gr. § L 49), z.B. tGt, gGt und mNz (Gerv/3, v. 1, 3 und 4), ebenso in der Präpostion zu bzw. zuo, in Hs. fast durchgehend tzN, jedoch auch tzGr. Das gilt auch für das mhd. Präfix ze- bzw. zer-, das in Hs. regelmäßig vom Verbstamm getrennt als tzN- auftritt.
  4. Dieses steht auch häufig für den mhd. Diphthong /üe/, also den umgelauteten /uo/, wie z.B. sGze (Gerv/2, v. 1) oder mNzen (Gerv/3, v10). Die Formen, wie z.B. behuoten bzw. behûten (Gerv/2, v. 5), suoze bzw. sûze (Gerv/2, v. 1) und muozen bzw. mûzen (Gerv/3, v. 10), sind beim Lexer als md. Varianten nachgewiesen.
  5. Es vertritt auch die mhd. kurzen Vokale /ü/, wie z.B. in gGrtel (Gut/1/2, v. 2) oder mGge (Gerv/1, v. 10), und /u/, z.B. in kNm (RntLip/1/2, v. 21, hier Imperativ) oder in kGrtzer vrist (RntLip/1/1, v. 19).
  6. In den vorliegenden Textkopora nur einmal belegt ist vGe für mhd. vohe ‚Füchsin‘.

II. Konsonanten:

  • Die Auslautverhärtung von /b/ zu /p/ findet in J graphisch nicht statt (vgl. Runow § 38), z.B. lob (: stob) in Gerv/4, v. 1 für mhd. lop und stoup.
  • Mhd. /g/ im Anlaut ist in der Handschrift oft zu /k/ verhärtet. Siehe Runow §41, 3. In der vorliegenden Edition kommt es nur einmal vor: kegen statt gegen (Gut/2/3, v. 6).
  • Intervokalisches ‹h› fällt in J oft aus, so hôen (Gerv/2, v. 6); hôeste (Gerv/1, v. 7). Zum h-Schwund mit Vokalkontraktion siehe Mhd. Gr. § L 80.
  • Bei dem stimmlosen Zischlaut /ʃ/, normalerweise ‹sch› geschriebenen, entfällt unregelmäßig das ‹h›, z.B. scalcheit (Gut/2/1, v. 6). Auch unregelmäßig ist die ‹ch›-Schreibung bei hochvart in Gerv/4. Nur das erste Mal (v. 1) wird es vollständig geschrieben. Sonst fällt immer das ‹h› aus, so auch bei hôcvertelîn (vv. 4 und 6).
  • Die mhd. Affrikata /z/ wird als ‹tz› geschrieben, sowohl im Anlaut z.B. tzG sowie tzagen (RntLip/1/2, v. 19) als auch im Inlaut hertzen (Gut/2/3, v. 9). Vgl. Runow § 50.

III. Präfixe und Suffixe

  • Das untrennbare Präfix ‹ir-› statt mhd. ‹er-› ist im Mitteldeutschen üblich. Siehe Mnd. Gr. § 221, IV; Mhd. Gr. § E 42, 3 und § L 57, 3.
  • Das md. übliche Präfix ‹unt-› vertritt oft mhd. ‹ent-› (Siehe Mnd. Gr. § 221 III und Mhd. Gr. § L 57, 3), aber auch mhd. ‹enpf-›, z.B. untfât ‚empfängt‘ (Gerv/2, v. 8 und Gerv/3, v. 3).
  • Für die mhd. Adjektivsuffixe ‹-ec› bzw. ‹-ic› tritt immer ‹-ich› auf, z.B. Drîvaltich (Gerv/1, v. 1); vlîzich (Gut/1/1, v. 9). Dies betrifft auch ‹-ch› im Auslaut im Lautwert von /ç/ oder /χ/, wie z.B. wech (mhd. wec) Gerv/2, v. 2 und die Reimhäufung bei RntLip/1/3, v. 13-16. Eine Ausnahme bildet lac (Gut/1/1, v. 1), bedingt durch den Reim auf wac (v. 4). Runow (§ 42) verweist dazu auf Frühneuhochdeutsche Grammatik § L 65.
  • Die mhd. Adjektivsuffixe ‹-lære› und ‹-bære› werden in J immer ‹-lere› und ‹-bere› geschrieben. Um die Länge des Vokals zu bezeichnen, wird ein Zirkumflex eingeführt: ‹-lêre› (z.B. scandenlêre, Gerv/3, v. 5) und ‹-bêre› (z.B. klagebêre, Gerv/3, v. 2). Generell wird der mhd. Umlaut ‹æ› in seiner md. Variante ‹ê› wiedergegeben, wie z.B. sêlden für sælden (Gerv/3, v. 8); unmêre für unmære (Gerv/4, v. 5) oder lugenêre für lügenære (RntLip/1/2, v. 11).


[1] Bein (2001), S. 115.

[2] Die wichtigsten Informationen über J sind den Lexikonsartikeln in Dt. Lit.-Lex. MA. 4, ²MGG Sachteil 4; Lit.-Lex. Killy 6 und ²VL 4 sowie der Internet-Seite der Handschrift unter „Wissenswertes“ (http://www.urmel-dl.de/Projekte/JenaerLiederhandschrift/Allgemeines/Wissenswertes.html) zu entnehmen. Eingehende und aktuelle Studien finden sich in der Aufsatzsammlung, die 2010 als Ergebnis der J gewidmeten Tagung 2007 in Jena herausgegeben wurde.

[3] Siehe dazu die Untersuchung zum Grundstock der Handschrift, Kornrumpf (2010), S. 39-79.

[4] Mehr dazu bei Klein/Lomnitzer (1995) und Wunderle (2006), S. 440f.

[5] Czajkowski (ebd., S. 37) verweist hier auf Bartsch (1923, S. 58). Vgl. auch Mhd. Gr. E 47 zum Mitteldeutschen der hochdeutsch schreibenden Niederdeutschen.

[6] Drei Strophen des Hardegger werden in dieses Tonkorpus aufgenommen, da sein Ton I identisch mit Stolles Alment ist. J ist nach dem Tonautorprinzip organisiert. Mehr dazu siehe Collmann-Weiß (2005), S. 25. Vgl auch RSM.

[7] Diesem Dichter werden drei weitere Strophen in J außerhalb dieses Korpus zugeschrieben. Siehe Runow (2011), S. 7f.

[8] Über die Studien der Handschrift im 18. Jahrhundert siehe Haustein (2010), S. 205-211.

[9] Jakob Grimm, Ueber den altdeutschen Meistergesang. Göttingen 1811, S. 125 Anm. 110: „Es ist ein Bedürfniß, daß dieser zerstreut, unvollständig und durch einander gedruckten Handschrift eine besser Ausgabe widerfahre, wobei die Musiknoten nicht zu vergessen wären.“ Der Band von J. Grimm steht inzwischen digitalisiert im Internet zur Verfügung. Auf das Zitat bin ich über Haustein (2010, S. 211) gekommen. Er führt ein anderes Zitat aus dem Briefwechsel der Brüder Grimm von 1809 an (ebd., S. 212 Anm. 23): „Der Jenaische Cod. ist zwar großenteils gedruckt, aber wie du [W. Grimm] weißt, auf eine ganz miserable Art, nämlich an zehn oder zwanzig andern Orten, als Lückenbüßer, so daß alle Ordnung verloren ist. Unter dem ungedruckten ist gewiß viel merkwürdiges für die Geschichte des mittlern Meistersangs, ...“.

[10]  Mehr dazu bei Haustein (2010), S. 212-215.

[11]  Ebd., S. 215.

[12]  Im Folgenden werden sie zu den jeweiligen Neueditionen in der Anmerkung genannt, aber nicht ins Literaturverzeichnis aufgenommen.

[13]  Davor Ludwig Ettmüller, Des Fürsten von Rügen Wizlâv’s des Vierten Sprüche und Lieder. Quedlingburg/Leipzig 1852.

[14]  Davor Adolf Frisch, Untersuchungen über die verschiedenen mhd. dichter, welche nach der überlieferung den namen Meissner führen. Jena 1887.

[15]  Davor Oswald Zingerle, Friedrich von Sonnenburg. Innsbruck 1878. Dazu derselbe, Friedrich von Sonnenburg’s Leben und Dichtung. Innsbruck 1878.

[16]  Davor Ludwig Ettmüller, Heinrichs von Meissen des Frauenlobs Leiche, Sprüche, Streitgedichte und Lieder. Quedlingburg/Leipzig 1843.

[17]  Davor Heinrich Gradl, Lieder und Sprüche der beiden Meister Spervogel. Prag 1869. In dem Reclam-Bändchen „Früheste deutsche Lieddichtung“ (2005) findet sich übrigens eine Neuedition von Spervogel mit Übersetzung, hg. von Horst Brunner, der die Texte handschriftnah behandelt.

[18]  Davor Georg Tolle, Der Spruchdichter Boppe. Versuch einer kritischen Ausgabe seiner Dichtungen. Sonderhausen 1894. Dazu derselbe, Der Spruchdichter Boppe. Sein Leben und seine Werke. Göttingen 1877.

[19]  Davor Paul Schlupkoten: Hermann Damen. Untersuchung und Neuausgabe seiner Gedichte. Diss. Marburg 1911. Breslau 1913.

[20]  Davor Wolfgang Seydel, Meyster Stolle nach der Jenaer Liederhandschrift. Leipzig 1892.

[21]  Anton Schönbach, Beiträge zur Erklärung altdeutscher Dichtwerke. Drittes Stück: Die Sprüche des Bruder Wernher. 2 Teile. In: Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien. Phil.-Hist. Klasse Bd. 148/150 (1904/05).

[22]  Die Doktorarbeit von Ulrike Zuckschwerdt wurde 2011 vorgelegt. Eine überarbeitete Fassung erscheint voraussichtlich Oktober 2013 unter dem Titel „Bruder Wernher: Sangsprüche. Transliteriert, normalisiert, übersetzt und kommentiert“ bei de Gruyter in der Reihe Hermaea.

[23]  Dazu gehört Meister Singuf mit 4 Strophen, die Collmann-Weiß (2005) herausgab. In dessen Tonkorpus befinden sich sechs Strophen, die letzten beiden stammen allerdings von Rumelant von Sachsen. Die Wizlav-Ausgabe von Sabine Werg (1969) gilt inzwischen als veraltert und muss auch neu bearbeitet werden. Ebenfalls unikal in J erhalten sind die vier Strophen des sog. Bußlieds (Tanh/5/1) unter dem tanvser (Hs.). Die Identität mit dem in C vertretenen Tannhäuser (fol. 264r-269v) ist aber fraglich.

[24] Brunner (1975), S. 186.

[25] Franz (1974), S. 48.

[26]  Adolf Bach: Die Werke des Verfassers der Schlacht bei Göllheim (Meister Zilies von Seine?) (Rheinisches Archiv 11). Bonn 1930.

[27]  Eine Auskunft über die früheren Herausgeber befindet sich im Prinzip zu Beginn einer Strophe hinter der Überlieferungslage. Nur bei Gut/1/1-5 wird diese Angabe in den Teil des inhaltlichen Überblicks vorverlegt, weil die Strophen wegen ihrer inhaltlichen Kontinuität nie vereinzelt herausgegeben wurde.

[28] Brunner, Früheste deutsche Lieddichtung (2005), S. 186.

[29]  Hier richte ich mich nach Brunners Richtlilien. Siehe Brunner (2005), S. 187 sowie (2012), S. 256.

[30]  Die meisten Merkmale sind auch in Runows Rumelant-Ausgabe (2011, S. 18-35) nachzulesen.

 

服務專線:0900-602-919

TEL:(04)2262-3893

E-mail:familyskypnd2@gmail.com

地址:40255臺灣臺中市南區忠明南路787號30樓國王大樓

服務專線:0900-602-919
TEL:(04)2262-3893
地址:40255臺灣臺中市南區忠明南路787號30樓國王大樓

關注我們

本站資料皆內嵌暗碼,版權所有,請勿侵權 © 2003-N family sky. All Rights Reserved。